Die Weiße Stadt Heimat für viele

von Michael Eun

Die Weiße Stadt wurde zwischen 1929 und 1931 erbaut. Sie ist seit 2008 UNESCO Weltkulturerbe, neben fünf weiteren Berliner Siedlungen. Außerdem ist sie ein besonderes Beispiel des modernen Siedlungsbaus in Berlin. Eine offene Zellenbauweise, kubische Baukörper mit Flachdächern und strahlend weißer Fassade machten die Siedlung schon seinerzeit zum Symbol des „Neuen Bauens“.


Federführend bei der Ausführung des Baus war der Architekt Bruno Ahrendts. Seine Bauten entlang der Aroser Allee bilden eine geschlossene, glatte Front, die in zwei vorspringenden Turmbauten endet. Sie markieren den südlichen Abschluss der Siedlung. Von Ziegeln eingefasste Haustüren, blaue Loggien, Treppenhausfenster und Dachüberstände sowie braungelbe Fenster geben den Bauten ihre farblichen Kontraste.


Es gibt ein kleines Gewerbe bestehend aus einer Apotheke, einer Reinigung, einem Tierbedarfshandel sowie einer kleinen Gaststätte im Süden der Siedlung. Richtung Norden, dort wo die Straße von dem Wohnhaus überbrückt wird, findet sich eine Bäckerei. Im östlichen Teil ist ein Rondell, das früher ein Restaurant beherbergt hat, und jetzt als Bürofläche genutzt wird. Die verantwortliche Wohnungsbaugesellschaft ist die Deutsche Wohnen AG.