in der Schwebe

von Beata Böttcher-Sisak

“Ich fühle mich manchmal wie ein Charakter in einem Film; das alles passiert uns nicht und ich beobachte alles nur.”

Liliia Lytvynenko

 

Seit Russlands Krieg gegen die Ukraine fliehen viele Frauen und Kinder aus dem Land. Sie müssen in einem fremden Ort alles neu aufbauen, ohne ihre Männer. Wie fühlen sie sich in Deutschland und wie können sie sich integrieren?  

Mein Fotoprojekt stellt Liliia und ihre Tochter Alex vor. Sie wohnen seit Frühling 2022 in Deutschland und seit Herbst 2022 bewohnen sie ihre eigene Wohnung. Liliia lernt intensiv Deutsch und ihr Kind geht in die 8. Klasse. Liliias Mann muss in der Ukraine in Bereitschaft bleiben. Für Liliia ist es wichtig, ihre Deutschkenntnisse zu erweitern, das Land zu entdecken und neue Kontakte zu knüpfen. Für sich und ihre Tochter möchte sie hier ein Leben aufbauen statt ständig an den Schmerz, an den Krieg und die Heimat zu denken.

Alex fokussiert sich auf ihre Malerei; Kunst ist ein Ventil für ihre Gefühle. Sie versuchen, sich ganz auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Ihre Neugier und Zielstrebigkeit erweitern ihren Horizont und helfen ihnen dabei, weiter zu machen, bevor sie nach Hause zurückkehren können.

 

Mein Fotoprojekt basiert auf dem oben genannten Satz von Liliia. Ist das Alles ein Film, ist es ein Traum?